Ernährung
Mit einer genauen Analyse der Ernährung, mit Laboruntersuchungen und gezielten Ratschlägen zur Ernährung als auch Nahrungsergänzung kann ein wichtiger, wesentlicher Beitrag zur Gesundheit und Prävention erbracht werden.
Ratschläge zur gesunden Ernahrung:
Wir essen meist im Stress, selten mit Lust, kaum jemals bewusst. Das Frühstück besteht all zu oft aus einer stehend herunter gegossenen Tasse Kaffee, das Mittagessen aus einem Sandwich oder einer Wurst an der Imbissbude um die Ecke. Und während des Abendessens läuft bereits der Krimi ...
Eine wichtigste Voraussetzung zum Essen ist Muße. Kaue jeden Bissen sehr gründlich. Zum Beißen brauchst Du gutes Werkzeug: Pflege Deine Zähne also liebevoll und gewissenhaft.
Je einfacher wir dann unsere Mahlzeiten gestalten, desto dankbarer wird unser Magen sein. Beim Essen sollst Du auch guter Stimmung sein. Bei sehr schlechter Laune sollte man lieber auf das Essen verzichten. Schmücke deshalb den Esstisch und serviere die Speisen appetitlich mit viel Phantasie.
Esswaren sind Genuss-Mittel (Moodfood = "Stimmungs-Nahrung"), also zum Genießen da. Wirf deine Nährwerttabellen, Diätratgeber in den Müll und beginne, dein Essen zu genießen. Auch Mediziner und Ernährungskundler mussten umdenken: jahrzehntelang lehrten sie, alles, was Spaß macht und schmeckt - Alkohol und Zucker, Fett und Salz - mache uns krank. Aber: Der Biss in die Praline, der Schluck Rotwein oder der dampfende Espresso lassen uns wohl fühlen, werden augenblicklich Labsal für die Seele. Diesem Gefühl kann man trauen. Von der Schokolade beispielsweise haben wissenschaftliche Analysen nachgewiesen, dass hunderte von Aromastoffen und einige verblüffend marihuanaähnliche Substanzen für bekannt nachhaltige Genusswonnen sorgen (aber alles mit Maß - werde nicht zum "Chocoholic").
Nichts im Übermaß! Dies ist für uns Überfluss-Gewöhnten sehr wichtig:
Nur dann essen, wenn man auch Hunger verspürt. Also meist mehrmals täglich wenig essen (und nicht wenige Male viel). Dabei nimmst du nachgewiesenermaßen auch ab, da dein Körper bei zu lang anhaltendem Hunger sofort an "Verhungern" denkt und nachher alles nur noch in Reserve (Fettpolster) anlegt! Deshalb sind auch alle Hungerdiäten unbrauchbar zum Abnehmen.
Genieße, was du isst!
Lerne, zu spüren, was dein Körper - und deine Seele - braucht und was dir im Moment gut tut.
Das Ziel wäre also ein Wechsel von Genuss und Zurückhaltung, da wirklicher Genuss ohne zeitweiligen Verzicht nicht denkbar ist!
Wähle zum Sattessen Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis, Mais, Hülsenfrüchte, Sauerkraut, Teigwaren, Gemüse und Obst, Fisch.
Wähle etwas sparsamer: Milchprodukte, Geflügel und Fleisch.
Wähle wenig und nur zum Verfeinern: Öle, Fette, Nüsse und Honig.
Bevorzuge möglichst vollwertige Nahrungsmittel, d.h. nicht solche denen irgendwelche Teile entzogen sind (raffinierte) - also Vollkornmehl anstelle von weißem Mehl (Vollkornbrot, Vollkornteigwaren), Honig anstelle von raffinierten weißen Zucker, Vollreis oder Naturreis anstelle von poliertem Reis, frische Speisen anstelle von Konserven,... "Vollwertig" dürfte sich Gemüse, Obst und Getreide eigentlich nur nennen, wenn es aus biologischem Anbau stammt, welcher ohne Gifte zum Spritzen und Düngen auskommt.
Immer Produkte aus der Nähe bevorzugen (Direkt beim Bauern kaufen! Eigener Garten - auch nur auf dem Fenstersims!). Nahrung aus fremden Kontinenten empfehle ich zu reduzieren oder zu meiden. Die heute (mit ungeheurem Energieverschleiß) aus Übersee - zu Spottpreisen - importierte Nahrung wird in riesigen Monokulturen angepflanzt, was gegen die Natur ist und deshalb enorme Düngung und Insektengifte, etc. nötig macht. Ferner fordert jeder lange Transport Maßnahmen der Haltbarmachung, was heute wiederum meist mit der chemischen Keule erfolgt. Paradebeispiele sind Bananen, Ananas, aber auch Kaffeebohnen!
Beginne jede Mahlzeit mit Rohkost (Rohsalate, Obst, Gemüse, außer Bohnen). "Iss roh - so wirst Du froh! Iss kalt - so wirst Du alt!".
Saisongerechte Salate, Gemüse und Obst auftischen: Tomaten, Gurken und Kopfsalat nur kaufen, wenn sie nicht aus beheizten Treibhäusern stammen! Im Winter sollte man z.B. den Kopfsalatkonsum auf 100 Gramm an jedem 5. Tag beschränken (Nitrite und Nitrosamine!). Auch Eier sind Saisonartikel. Wenn wir Freilandeiern den Vorzug geben, müssen wir uns darauf einstellen, dass die Hühner im Winter weniger legen.
So wenig tierisches Fett wie möglich - aber regelmäßig Fisch! Bevorzuge pflanzliche Nahrungsmittel: beim Fett also täglich v.a. kalt gepresste Pflanzenöle (Sonnenblumenöl, Leinöl, Weizenkeimöl, Olivenöl, Maiskeimöl, Rapsöl oder Distelöl). Man muss auch an die versteckten Fette denken (fettreiches Fleisch, Würste, Milch, Vollfettkäse, Nüsse, Schokolade, etc.- siehe weiter hinten noch ausführlicher). Unbedingt zu vermeiden ist das Überhitzen der Fette beim Braten und Frittieren.
Der Genuss von tierischem Eiweiß (=Fleisch, Fisch, Ei) ist heute mit vielen Gefahren verbunden (Rinderwahnsinn, Hormone, Antibiotika, Gifte... ). Deshalb rate ich Dir, nur ein- bis zweimal in der Woche möglichst Fisch, evt. auch mageres Fleisch (v.a. Weidefleisch,) zu essen, aber keine Würste (außer zum Genießen selten zwischendurch...)
Der Eiweißgehalt der Muttermilch beträgt mit 2% nur ein Drittel des Eiweißgehalts der Kuhmilch. Dieses Eiweiß in der Muttermilch ist aber äußerst hochwertig, und damit wäre auch erwiesen, dass der Mensch selbst im strengsten Wachstumsalter mit relativ wenig, aber dafür hochwertigem Eiweiß auskommt. Kuhmilch ist ebenfalls gesund, aber auch hier nur in Massen. Kuhmilch ist eine tierische Säuglingsnahrung und für uns Menschen eigentlich schwer abbaubar. Besser sind da die bereits "vorverdauten" Milchprodukte (Käse, Quark, Yoghurt, Kefir, Sauermilch...)..
Eiweiß erhalten wir auch durch Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Mais, Kartoffeln.
Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente sind hauptsächlich in Obst. Gemüse, Salaten, Frucht- und Gemüsesäften enthalten.
Wir brauchen täglich 1 - 3 Liter Flüssigkeit, am besten in Form von Wasser, Mineralwasser oder Kräutertee. Man trinke eher vor, nach und zwischen den Mahlzeiten und nicht während denselben.
Der Widerspruch, dass als "Essenssünden" geltende Speisen und Getränke gut tun, wird beim Reizthema Alkohol besonders deutlich: Alkohol ist und bleibt ein Teufelszeug, das Körper und Kopf schwer schädigen kann - wenn man ihn missbraucht. Dass aber mäßiger Alkoholkonsum gesundheitsfördernd sein kann - und vor allem Herzerkrankungen wirksam vorbeugt -, steht mittlerweile auch bei kritischster Prüfung außer Frage.
Ähnlich wie Alkohol verhält es sich mit dem Koffein - einem "Nervengift", das Kaffee und Tee weltweit so beliebt gemacht hat - oder Gewürzen wie Chili, Pfeffer und Salz: genießt man sie in rechten Massen und zum richtigen Zeitpunkt, wirken sie auf Körper und Geist erwiesenermaßen anregend und wohltuend (also nicht mehr als 2-3 Tassen Kaffee täglich).
Ballaststoffe (v.a. Zellulose) können wir nicht genug essen. Sie füllen unseren Magen und verleihen ein angenehmes Sättigungsgefühl. Außerdem sorgen sie für eine gute Verdauung und verhüten auch viele Darmerkrankungen (bis zum Dickdarmkrebs!). Viele Ballaststoffe in der Nahrung senken auch die Blutfette. Wir nehmen sie in Gemüse, Salaten, Obst und Vollkorn (Z.B. Weizenkleie) zu uns.
Zucker hebt das Lebensgefühl - sofort. Ob man Schokolade, Konfitüre, Eis oder Kuchen isst: der Blutzuckerspiegel steigt ebenso unmittelbar wie unsere Laune, da die Endorphinproduktion der körpereigenen Opiate aktiviert wird. Die Lust auf Zucker ist uns im übrigen angeboren: bereits kleine Babies beginnen zufrieden zu lächeln, träufelt man ihnen das erste Mal Zuckerlösung auf die Zunge (Muttermilch ist ebenfalls sehr süß) - bei Salzigen und Saurem dagegen verziehen sie das Gesicht. Bitteres ist in der Natur meist giftig.
Noch eine Bemerkung zu den künstlichen Süßstoffen (Saccharin, Cyclamat, Aspartam, Xylit...): Sie können dann ein Problem werden, wenn du sie allein, ohne etwas Nahrhaftes zu dir nimmst. Sie treiben die Insulinproduktion hoch und liefern aber zugleich nicht genug Kalorien: Der Hunger wird angeregt, ohne gestillt zu werden. Das System kommt nicht zur Ruhe. Jemand, der eben um 14 Uhr einen künstlich gesüßten Snack gegessen hat, wird schon gegen 16 Uhr ein Stück Kuchen haben wollen. Also: dann lieber noch Zucker als Chemie!
Die versteckten Fette:
Eigentlich wissen wir es genau: wir essen zuviel Fett. Der optimale Fettbedarf wäre 70 bis 80 g pro Kopf und Tag, der effektive Verbrauch liegt bei 143 g und ist im Steigen begriffen. Laut dem zweiten schweizerischen Ernährungsbericht ist unser Fettverbrauch eindeutig zu hoch.
Wenn wir uns die 143 g am Stück auf dem Frühstückstisch vorstellen, werden wir kaum auf den Gedanken kommen, dass wir ein so imposantes Quantum im Laufe eines Tages verzehren. Die Margarine oder Butter auf dem Brot, das Öl im Salat und das Bratfett können sich nicht so zusammenläppern, wo wir doch die fetten Partien am Fleisch immer wegschneiden! Wer vermutet schon, dass ein Eigelb ebenso viel Fett enthält wie 60 g Schlagrahm, und dass ein Doppelrahmkäse den Fettgehalt von einem Esslöffel Öl hat? Wenn wir uns zum Beispiel zum Frühstück eine Tasse Ovomaltine und ein Croissant zu Gemüt führen, haben wir schon zweimal 8 g Fett konsumiert, ohne die Butter auch nur aus dem Kühlschrank geholt zu haben.
Gibt es zum Mittagessen eine Bratwurst (40 g) und Rösti (30 bis 50 g), dazu einen Salat mit französischer Sauce (10 g), so ist der Tagesbedarf bereits überschritten.
Der Körper braucht also Fett, aber er braucht in den meisten Fällen weniger, als ihm zugeführt wird. Der Fettkonsum lässt sich leichter senken, wenn wir neben den sichtbaren Fetten wie Butter, Margarine, Salatöl, Backfett auch die unsichtbaren genau im Auge behalten.
Vollkornbrot mit kalorienarmer Margarine, Milchdrink im Frühstückskaffee, fettarme Salatsauce, im Ofen gebackene statt im Fett gebratene Kartoffeln, mageres Fleisch statt Wurstwaren, Kräuterquark statt Mayonnaise, Rohkost und Früchte statt Nüsse und Patisserie das sind alles gesunde Alternativen. Sei erfinderisch und vor allem aufmerksam beim Einkaufen. Lies die Analysen, bevor du zugreifst, denn z.B. bei Milchprodukten und Fleischwaren kann der Fettgehalt enorm variieren.
Suche der Gesundheit zuliebe nach den versteckten Fetten in der Nahrung, denn wenn das Fett erst einmal an deinen Hüften oder am Bauch ist, lässt es sich nicht mehr verstecken.
Die Superreichen:
- Mayonnaise 80 g (Fettgehalt pro 100 g)
- Speck, durchwachsen 65 g
- Erdnüsse 50 g
- Salami 42 g
- Pommes 39 g
- Milchschokolade 35 g
- Schlagrahm 32 g
- Käse (60% F. i.Tr.) 31 g
- Blätterteig 28 g
- Aal 25 g
- Avocado 24 g
- Schweinefleisch 23 g
- Marzipan 18 g
Abnehmen - Die besten Tipps gegen zuviel Hunger - übergewichtige Kinder benötigen eine "Sonderbehandlung"
Wundermittel zum Abnehmen gibt es nicht. Mit ein bisschen Motivation und den richtigen Tipps lässt sich aber der Bauch überlisten und Kilos abbauen - mit langfristigem Erfolg.
Denn kein Wundermittel bricht die Grundregel: Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als sein Körper verbrennen kann, setzt Fett an. Dabei spielt es keine Rolle, ob die überschüssigen Kalorien von einer ungesunden Schokolade oder einem gesunden Müesli stammen.
Zum Abspecken braucht es Motivation und die richtigen Tipps:
Steigern Sie zuallererst Ihre körperliche Aktivität, um zusätzliche Kalorien auszugleichen. So behalten Sie das Gewicht.
Verzichten Sie nicht auf zuviel. Wenn der psychische Druck zu groß wird, hört man zu früh mit den guten Vorsätzen wieder auf. Langsam, aber sicher abnehmen.
Essen Sie langsam! Das Hungergefühl verschwindet erst 20 bis 30 Minuten nach Beginn der Mahlzeit. Darum Pausen beim Essen einlegen; Gabel nach jedem zweiten Happen weglegen und langsam kauen.
Einkaufen mit vollem Magen. So kaufen Sie weniger.
Betätigen Sie sich nicht als Müllschlucker. Esswaren, die sonst schlecht werden, müssen Sie nicht in Ihrem Magen entsorgen. Kaufen Sie von vornherein weniger ein.
"Ausrutscher" sind nicht tragisch. Wer spürt, dass ein Stückchen Schokolade die Gelüste schnell befriedigen könnte, sollte sofort zugreifen und nicht, erst einen Apfel, dann ein Stück Brot und schließlich doch die Schokolade essen.
Ein Glas Wasser täuscht den Magen. Wenn Sie zehn Minuten vor dem Essen Wasser trinken, wird der Magen schon vorgefüllt. So nehmen Sie bei der Hauptmahlzeit automatisch weniger Kalorien zu sich.
Essen Sie viele Früchte aber die richtigen: Erdbeeren, Himbeeren und Wassermelonen enthalten fast keinen Zucker. Bananen und Büchsenfrüchte sind dagegen Kalorienbomben.
Auch Gemüse enthalten wenig Kalorien und sind reich an Ballast- und Füllstoffen. So hat man rasch ein Gefühl von Sattheit. Sie dürfen zwischendurch genascht werden, um den größten Heißhunger zu verhindern.
Essen Sie Getreide und Teigwaren. Sie enthalten entgegen der landläufigen Meinung weniger Kalorien als fetthaltige Speisen. Bevorzugen Sie Esswaren mit einem tiefen Glukosefaktor (Linsen, Teigwaren, Reis, Kartoffeln etc.). Deren Zucker geht langsamer ins Blut und bewirkt damit länger ein Sättigungsgefühl.
Gegen Ende der Kur sollte man langsam die Portionen erhöhen. Denn sonst legt der Körper um so schneller wieder Fettdepots an.
Übergewichtige Kinder brauchen "Sonderbehandlung":
Zuallererst: Mit gutem Beispiel vorangehen: Essen Eltern unkontrolliert oder halten sie oft Diäten ein, tendieren die Kinder zu Übergewicht oder Essstörungen. Eltern sollten ihren Kindern erlauben, in Bezug auf die Ernährung ihre eigene innere Regulierung zu entwickeln, und gleichzeitig dafür sorgen, dass (reichlich) gesunde Nahrungsmittel zur Verfügung stehen.
Dann: Je jünger das Kind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass die überzähligen Pfunde erhalten bleiben. Oft erfolgen die Gewichts- und Größenzunahme nicht gleichzeitig, sondern nacheinander. Und normalerweise kommen die Pfunde vor den Zentimetern.
Generell sollte der Maßstab die Gesundheit, nicht das Aussehen des Kindes sein: Wichtiger als das Gewicht sind ein gesundes Essverhalten und ausreichende körperliche Aktivität. Man sieht auch, dass Dritt- und Viertklässler, deren Fernsehkonsum auf eine Stunde pro Tag beschränkt wurde, nach neun Monaten messbar schlanker waren als solche, die vor der Glotze saßen, so lange sie wollten.
Was und wie wir essen, wird stark von der Umwelt, also zunächst von der Familie beeinflusst. Eltern sollten in die Ernährungsweise ihrer Kinder möglichst wenig eingreifen. Das Schlimmste, was sie tun können, ist, Nahrung einzuschränken. Ein völliges Verbot, zum Beispiel von Süßigkeiten oder Pommes Frites, macht diese für Kinder nur besonders attraktiv.
Essgewohnheiten ändern:
- So bekommt Ihr Kind die Kalorien im Griff:
- Nicht mehr vor dem Fernseher, sondern nur noch am Esstisch essen
- Bei jeder Mahlzeit mindestens fünfmal das Besteck ablegen und eine kleine Pause machen
- Zu jeder Mahlzeit Mineralwasser oder ungesüßten Tee trinken
- Täglich 2-Mal Früchte und dreimal Gemüse oder Salat essen
- keine Exzesse: Jede Woche sind 5 erlaubte Portionen Süßes erlaubt
- Treppen steigen statt Lift und Rolltreppe fahren
- 1-Mal pro Woche schwimmen gehen
- 1-Mal pro Woche eine halbe Stunde laufen, Fahrrad fahren oder schwimmen
- 3-Mal pro Woche zehn Minuten Gymnastik machen
- Sportverein beitreten und dort regelmäßig mitmachen
Ernährung aus Überzeugung:
Ovo-Lacto-Vegetarier essen kein Fleisch von Tieren, wohl aber deren Produkte wie Eier und Milch.
Lacto-Vegetarier verzichten zusätzlich auf' den Genuss von Eiern, da daraus Leben entstehen könnte.
Veganer lehnen den Genuss aller tierischen Nahrungsmittel - inklusive Honig - ab. Obst, Nüsse, Samen, Getreide, Hülsenfrüchte und Gemüse bilden die Hauptbestandteile ihrer Nahrung.
Die Motivationen zur vegetarischen Ernährungsweise sind verschieden: ethische und religiöse Überzeugung mit konsequenter Anwendung des Gebotes «Du sollst nicht töten» oder aber gesundheitliche und ernährungsphysiologische Aspekte.
Viele Vegetarier haben zudem ein enges Verhältnis zur Umwelt und zeigen daher Vorliebe für naturbelassene Nahrungsmittel wie Rohkost und Vollkornprodukte. Die gesunde Lebenshaltung geht oft über die Ernährung hinaus und äußert sich in vermindertem Alkohol- und Nikotinkonsum sowie in vermehrter körperlicher Aktivität. All diese Faktoren zusammen tragen zur gesundheitsfördernden Wirkung des Vegetarismus bei.
Vorteile
Wie Untersuchungen zeigen, ist vegetarische Ernährung kalorienärmer, da weniger versteckte Fette gegessen werden. Der Anteil an gesättigten Fetten und Cholesterin wie auch jener von Zucker ist gegenüber den Omnivoren (Allesessern) vermindert. Durch den häufigen Konsum von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten ist zudem die Aufnahme an Ballaststoffen erhöht, was ebenfalls zum gesundheitlichen Wert der Nahrung beiträgt.
Nachteile
Allerdings können nicht alle Formen des Vegetarismus uneingeschränkt empfohlen werden. Je mehr Nahrungsmittel ausgeschlossen werden, desto schwieriger wird es, den Bedarf an lebensnotwendigen Nährstoffen zu decken. Für Kinder und Jugendliche sowie schwangere und stillende Frauen kann es gefährlich werden, wenn sie ihren Bedarf nur mit pflanzlichen Produkten zu decken versuchen. Denn sie benötigen für Wachstum und Milchsynthese vermehrt Proteine, Vitamine und Mineralstoffe.
Viele pflanzliche Proteine sind gegenüber den tierischen minderwertig. Sie enthalten nicht alle vom Menschen benötigten Aminosäuren (= Eiweißbausteine) und ergeben somit eine schlechtere Ausbeute, weil sie dem Körpereiweiß weniger ähnlich sind. Sie müssen daher durch geeignete Kombination mit anderen Proteinen aufgewertet werden. Guten Ergänzungswert haben die Kombinationen:
Hülsenfrüchte (Erbsen, Linsen, Soja-Bohnen) mit Getreide (Weizen, Mais, Reis u. a.);
Hülsenfrüchte mit Samen und/oder Nüssen;
jede Kombination von pflanzlichem Eiweiß mit tierischem, wie «Brot mit Milch» oder «Kartoffeln mit Eiern».
Die knappe Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen kann bei veganischer Ernährung zu Mangelerscheinungen führen. Vitamin B12, Kalzium und Eisen stehen dabei im Vordergrund. Vitamin B12 ist nur in tierischen Produkten enthalten, kann aber durch Vitamin B12 angereicherte Sojaprodukte oder Vitaminsäfte sichergestellt werden (mehr dazu hier!). Ovo-Lacto-Vegetarier kennen kaum Probleme, da Eier viel Eisen, Milchprodukte viel Kalzium und beide Vitamin B12 enthalten.
der goldene Mittelweg
Sehr gute Kenntnisse über den Nährwert der einzelnen Nahrungsmittel sowie Kreativität im Zusammenstellen der Mahlzeiten sind Voraussetzungen, damit vegetarische Ernährung sowohl ernährungsphysiologisch als auch kulinarisch ganz befriedigen kann. Geringeres Körpergewicht, tieferer Blutdruck, bessere Blutwerte u. a. m. sind sicher Grund genug, sich vermehrt mit dieser Ernährungsform zu befassen.
Auch für jene, die sich nicht vollständig zum Vegetarismus bekennen können, ist es von Vorteil, häufig fleischlose Tage einzuschalten oder den anderen Proteinlieferanten mehr Beachtung zu schenken.
Und wie mache ich Kindern Gemüse schmackhaft?
Kinder sollten mehrmals täglich eine Portion Obst oder Gemüse essen. Für Eltern ist das oft schwierig. Denn Kinder haben Phasen, in denen sie etwa Gemüse rigoros ablehnen. Doch es gibt ein paar Tricks, mit denen man den lieben Kleinen die gesunde Nahrung schmackhaft machen kann:
Für Abwechslung sorgen! Immer wieder andere Sorten ausprobieren, Gemüse mal roh, mal gegart auf den Tisch stellen.
Die Kinder mitbestimmen lassen. Sie sollen beim Einkauf mit aussuchen und beim Zubereiten helfen. Eigene Meisterwerke verschwinden schneller im Kindermund.
Gemüse-Soja-Burger sind für Kinder attraktiv.
Rohes Gemüse zum Knabbern mit Kräuterdip anbieten
Gemüse oder Obst ein wenig zurechtschnitzen. Aus Möhren können Krokodile werden, aus Radieschen kleine Mäuschen. Äpfel lassen sich aushöhlen und zu «Schatzkammern» für kleine Obststückchen verwandeln. Kinder sind mit Phantasie schnell zu begeistern.
Gemüse im Märchen mitspielen lassen, z.B.: «Die kleine Fee kann so gut zaubern, weil sie so viel Möhren und Brokkoli isst.»
Frische Kartoffeln sind ein guter Ersatz für Gemüse. Als Salzkartoffeln, Bratkartoffeln oder Ofenkartoffeln können sie sogar Kinder-Favoriten werden.
Seien Sie zurückhaltend mit Pommes Frites!
Hülsenfrüchte wie Erbsen und Bohnen liefern auch eine Menge an Vitaminen und Mineralstoffen. Nehmen Sie sie zumindest einmal pro Woche in den Speiseplan auf.
Auch Frucht- oder Gemüsesäfte sind sinnvoll. Fruchtsäfte immer mit Wasser verdünnen, sonst ist zu viel Zucker darin. Für Gemüse braucht man eine besondere Saftpresse.
Vor allem eines: Haben Sie Geduld! Kinder werden nicht über Nacht zu guten Gemüseessern
Noch einmal: Die Ernährungsforschung der letzten Jahre bewies aufgrund ihrer konsistent widersprüchlichen Befunde, dass es beim Essen weder strenge Gebote noch Verbote - kein Fleisch!, kein Cholesterin!, kein Salz!, kein Alkohol!, kein Zucker! - geben kann, es sei denn, medizinische Gründe machen Diät-Vorschriften individuell notwendig.
Was bleibt denn nun sehr Wichtiges?
Abwechslungsreich essen (mehrmals täglich wenig) und körperlich aktiv bleiben ("Lieber fett und fit als mager und matt!", d.h. nicht auf das Gewicht kommt es an, sondern auf die körperliche Fitness)!
Iss mit Lust und Freude, aber beende den Genuss, bevor du übersättigt bist!
So wenig tierisches Fett wie möglich! Aber regelmässig Fisch.
Mehrmals täglich Gemüse und Obst! Pflanzliche Nahrungsmittel bevorzugen!
(Copyright© by Dr.med.Thomas Walser, CH-8004 Zürich)
Diese Liste von Diäten umfasst die zur Zeit wichtigsten, die jedoch auch jeweils ihre eigenen spezifischen Nachteile haben.
- Brigitte Diät
- Insulin Diät
- Atkins Diät
- Glyx Diät
- New York Diät
- Pape Diät
- Max Planck Diät
- Weight Watchers
- South Beach Diät
- Anabole Diät








